clipped from: www.heute.de   
Pfarrer Christian Führer hält Abschiedsgottesdienst. Quelle: dpa
Pfarrer Christian Führer beim Abschiedsgottesdienst.

Der langjährige Pfarrer der Leipziger Nikolaikirche, Christian Führer, geht in Ruhestand. Rund 1700 Menschen verfolgten seinen Abschiedsgottesdienst in der Kirche, die weltweit als Symbol für die friedliche DDR-Revolution im Wendeherbst 1989 steht.

Der Theologe hatte wesentlichen Anteil an der Berühmtheit der Nikolaikirche. So gehörte er Anfang der 80er Jahre zu den Initiatoren der Friedensgebete, die Ausgangspunkt für die Montagsdemonstrationen waren.

Seine letzte Diensthandlung soll am Montag das traditionelle Friedensgebet sein.

Aus dem kleinen Kreis um das 1982 initiierte Friedensgebet entstand im Herbst 1989 der Protest zehntausender Menschen. Aber auch nach der Wiedervereinigung 1990 blieb die Kirche Anlaufpunkt für Protest - gegen den Irak-Krieg, die Hartz-IV-Reformen oder Neonazi-Aufmärsche.

Mittendrin war Christian Führer: als streitbarer, provozierender Theologe.